News

Gemeinsam fürs Leben - Geburten unter einem Dach

Die Geburtskliniken im Klinikum und im Marienhospital sind mit großformatigen Plakatwänden und mit Plakataufstellern am Start: „Gemeinsam fürs Leben – Sanft und sicher begleiten wir Sie in unseren Geburtskliniken“ - unter diesem Slogan bewerben beide Häuser gemeinsam ihre Informationsabende, die jeden ersten Dienstag im Monat im Klinikum und jeden zweiten Mittwoch im Monat im Marienhospital stattfinden.

Hintergrund ist die Neuausrichtung der Geburtshilfe im Marienhospital: Seit 1. Juli ist diese in eine Hauptabteilung unter der Leitung von PD Dr. Sven Ackermann überführt worden. Zum 30. September scheiden die bis dato noch verbliebenen Belegärzte aus. Diesen Neuanfang nutzen die beiden Kliniken unter einer Leitung jetzt öffentlichkeitswirksam in Darmstadt und in den umliegenden Gemeinden.

Für den Gesellschafter, die Geschäftsführung und Dr. Ackermann ist dieser Schritt wichtig, um eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit Fachärzten bei über 1200 Geburten im Marienhospital sicherstellen zu können. Immens gestiegene Haftpflichtprämien für Belegärzte und die immer weniger bestehende Bereitschaft von jungen Ärzten als Belegärzte tätig zu sein, sind weitere Gründe für diesen Schritt. „Wir nutzen jetzt in beiden Geburtskliniken Synergien und gemeinsame Standards und erhöhen damit den Sicherheitsaspekt“, sagt Dr. Sven Ackermann.

3065 Babys in 2017

2017 kamen unter dem Dach der Klinikum Darmstadt GmbH insgesamt 3065 Babys bei 2939 Geburten zur Welt. Im Klinikum waren das 1720 Geburten und 1839 Babys, im Marienhospital bei 1219 Geburten 1226 Babys. Im Klinikum arbeiten aktuell 17 Hebammen, im Marienhospital 20 Hebammen in Teil- und Vollzeit – beide Häuser würden sich über weitere Unterstützung freuen, für beide Häuser gibt es Stellenausschreibungen.

Alle Hebammen sind fest angestellt (mit einer Ausnahme einer Beleghebamme im Klinikum), erhalten somit alle Leistungen einer Anstellung wie Altersvorsorge etc. und arbeiten im Schichtsystem, d.h. sie wechseln alle 8 Stunden. Damit betreuen sie unter Umständen nicht die komplette Geburt. Wie der Leiter der beiden Geburtsabteilungen im Klinikum Darmstadt und im Marienhospital Darmstadt – Privatdozent Dr. Sven Ackermann betont, ist das aber von Vorteil und entspricht unserer Sicherheitsphilosophie: „Das heißt, es sind aber immer ausgeruhte Hebammen da, die nicht zusätzlich den Druck haben, neben einer Geburt noch eine oder zwei Nachsorgen o.ä. betreuen zu müssen. Sie sind angestellt, über die Klinik haftpflichtversichert und können sich völlig auf die jeweilige Schwangere konzentrieren.“

Acht Hebammen starten Ausbildung

Ganz neu bilden Klinikum und Marienhospital Hebammen und Entbindungspfleger aus - erstmals acht Ausbildungsplätze in diesem Herbst in Kooperation mit der Carl Remigius Medical School in Frankfurt. Ziel ist es, den eigenen Nachwuchs auszubilden, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen bzw. dem etwas entgegenzusetzen. In der Regel reichen die 65 Betten der Frauenklinik im Klinikum (mit 39 Vollzeitkraftstellen in der Pflege) und 5 Entbindungsbetten im Kreißsaal aus, um alle Gebärenden zu versorgen. Im Marienhospital stehen 4 Kreißsäle zur Verfügung und 16 Vollzeitkraftstellen in der Pflege auf der Mutter-Kind-Station. Auch das bietet beiden Teams und damit den Müttern Vorteile: „Durch das Marienhospital haben wir nun natürlich noch eine weitere Ausweichmöglichkeit, die wir bislang zweimal genutzt haben und Frauen mit beginnenden Wehen dorthin verlegt haben, da der Kreißsaal des Klinikums ausgelastet war. Umgekehrt übernehmen wir jetzt auch Mütter, deren Kinder aus dem Marienhospital auf die Neugeborenenstation des Klinikums verlegt wurden in die Frauenklinik, wenn hier Kapazität besteht, damit diese Mütter näher bei ihren Babys sein können. Das ist für beide Häuser und natürlich auch für die hier betreuten Frauen eine klare Win/Win-Situation.“