Multimodale Schmerztherapie

Bei der Multimodalen Schmerztherapie handelt es sich um ein ganzheitliches Therapiekonzept, das Körper und Seele gleichermaßen berücksichtigt. Die Bezeichnung "multimodal" leitet sich ab von "viele" (lateinisch: multi) "Arten" (lateinisch: modi). Denn mehrere Fachdisziplinen sind an der Therapie der Schmerzpatienten beteiligt. Sie arbeiten eng zusammen und stimmen die Behandlung aufeinander ab.

Die Multimodale Schmerztherapie im Marienhospital richtet sich an Patienten mit chronischen Schmerzen wie beispielsweise: 

  • Kreuz- / Rückenschmerzen
  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Nervenschmerz
  • Phantom- und Stumpfschmerz
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Gesichtsschmerzen
  • Weichteilrheuma (Fibromyalgie)
  • Gürtelrosenschmerzen (Herpes zoster)
  • Sudeck-Syndrom (sympathische Reflexdystrophie, CRPS)
  • Narbenschmerzen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache

An der Multimodalen Schmerztherapie im Marienhospital Darmstadt beteiligen sich die Fachbereiche Psychosomatik, Anästhesiologie, Chirurgie, Orthopädie, Neurologie, Neurochirurgie und Onkologie.

Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist die Bereitschaft der Patientinnen und Patienten, die Therapie aktiv zu unterstützen. Sie müssen entsprechend ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten an der Behandlung mitwirken.

Ärzte können Ihre Patienten mit folgendem ausfüllbaren PDF-Dokument anmelden: Anmeldung Multimodale Schmerztherapie

Wie funktioniert die Multimodale Schmerztherapie?

Vor der Behandlung müssen Schmerzpatienten von Experten gründlich untersucht werden. Bei dieser ambulanten Voruntersuchung im Marienhospital werden ein Schmerzfragebogen, der nach der Anmeldung
den Betroffenen zugeht, sowie alle verfügbaren Vorbefunde durchgesehen. Danach folgt die ausführliche medizinische und psychologische Untersuchung.

Die Voruntersuchung ist Grundlage des Behandlungsplans für die zweiwöchige stationäre multimodale Schmerztherapie. Den stationären Aufenthalt erleben die Patienten in einer Gruppe. Neben den Gruppenstunden finden regelmäßig Einzeltermine statt, um die
persönlichen Belange ausreichend berücksichtigen zu
können. In täglichen Visiten und wöchentlichen Teamsitzungen wird die Therapie auf jeden Einzelnen abgestimmt.


Zu den Therapiebausteinen zählen

  • medizinische und medikamentöse spezielle Schmerztherapie
  • elektromedizinische Reizstromtherapie
  • Gruppen- und Einzelphysiotherapie
  • medizinische Trainingstherapie
  • Erlernen neuer Schmerzbewältigungsstrategien
  • Stressbewältigungstraining
  • Entspannungstraining
  • unterstützende Alltagsplanung
  • Musiktherapie

Für wen eignet sich die Multimodale Schmerztherapie?

Die Multimodale Schmerztherapie im Marienhospital richtet sich vor allem an chronische Schmerzpatienten. Für die stationäre Aufnahme müssen mindestens drei der folgenden Merkmale zutreffen:

  • chronische Schmerzen ohne kausale Therapiemöglichkeit,
  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit und /oder Lebensqualität,
  • mangelnder Erfolg ambulanter schmerztherapeutischer Maßnahmen,
  • bestehende Medikamentenabhängigkeit/-fehlgebrauch,
  • schmerzunterhaltende, psychische Begleiterkrankung,
  • gravierende somatische Begleiterkrankung,
  • psychosoziale Beeinträchtigung

Wichtige Voraussetzung ist die Bereitschaft der Patienten, die Therapie aktiv zu unterstützen. Um einen Behandlungserfolg zu erzielen, müssen sie bereit sein, entsprechend ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten an der Behandlung mitzuwirken.

Das Ziel der Multimodalen Schmerztherapie ist, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Die Betroffenen sollen lernen, trotz des Schmerzes ein selbstbestimmtes Leben zu führen sowie Ängste und bisherige Vermeidungsstrategien abzubauen.

Kontakt

Dr. Ulrike Frieß

Marienhospital Darmstadt
Martinspfad 72
64285 Darmstadt

Telefon: 06151 406 - 915
E-Mail: schmerzzentrum@marienhospital-darmstadt.de